„Jugendgemeinderäte sollen nicht nur das fünfte Rad sein, sondern auch mit einbezogen werden“

23.04.2013

Sabine Wölfle uns Florian Wahl zu Gast beim Endinger Jugendgemeinderat.

ENDINGEN: „Wo ist die Politik für die Jugend da?“, unter diesem Motto veranstaltete der Endinger Jugendgemeinderat am Donnerstag, den 18. April, ein offenes Jugendforum.
Rund 20 interessierte Gäste, darunter Vereinsvertreter, Jugendliche und Stadträte, wurden von dem Vorsitzenden des Endinger Jugendgemeinderats, Christoph Leon, im Jugendhaus begrüßt. Nach Leon’s Ansprache überbrachte Bürgermeister Hans-Joachim Schwarz das städtische Grußwort und machte auf die Wichtigkeit der Jugendpolitik aufmerksam.
Gast und Hauptredner an diesem Abend war der jugendpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Florian Wahl. Der 28-jährige Abgeordnete wurde begleitet von seiner Landtagskollegin und SPD-Abgeordneten des Landkreises Emmendingen, Sabine Wölfle.
Wahl referierte über die Jugendpolitik, deren Probleme und Entwicklungen, sowie über die Pläne der grün-roten Landesregierung. Er sagte auch, dass er politisches Engagement sehr schätze und es wichtig sei, dass sich die Jugend Gehör verschafft und aktiv in der Politik mitmischt. Zudem forderte er mehr Rechte für Jugendgemeinderäte: „Man müsse den Jugendräten Rechte geben, damit nicht das Gefühl aufkommt, nur Mitläufer zu sein. Auch der finanzielle Aspekt spielt dabei eine Rolle“ so der jüngste SPD-Abgeordnete. Doch wie kann man die Jugendlichen dazu bewegen, sich für Politik zu interessieren? Auch auf diese Frage hatte „Flo“ eine Antwort: „Wenn die Jugendlichen nicht mehr in das Jugendhaus kommen, dann muss das Jugendhaus eben zu den Jugendlichen.“
Sabine Wölfle lobte die Jugendarbeit im Kreis Emmendingen, besonders die drei Jugendgemeinderäte (Endingen, Denzlingen, Waldkirch) und die sehr erfolgreiche Jugendsozialarbeit. „Durch die Sozialarbeit an Schulen und Jugendzentren, fühlen die Jugendlichen Geborgenheit“, so die Waldkircher Abgeordnete. Sie machte auch auf verschiedene Jugendgemeinderatsprojekte aufmerksam und nannte einige Beispiele. Der Jugendgemeinderat könne beispielsweise ein geregeltes Jugendforum oder Gesprächstermine mit Stadträten veranstalten. Ebenso bezeichnete sie das Projekt, eines anderen Jugendgemeinderats,  „Paten für den Jugendrat“ als interessant und erfolgreich.
Nach den beiden Vorträgen begann der offene Teil des Forums. In einer von Christoph Leon und Nico Karschewski moderierten Diskussionsrunde, konnten die Jugendlichen den vier Gesprächspartnern Fragen stellen, aber auch Wünsche und Anregungen mit auf den Weg geben. Nach mehr als zwei spannenden Stunden, beendete der stellvertretende Vorsitzende Nico Karschewski, die Veranstaltung mit einem, in der Diskussionsrunde, von Wahl genannten Zitat: „Der Weg ist das Ziel“

Als kleines Dankeschön bekamen die beiden Abgeordneten ein Endinger Weinpräsent.
Der Jugendgemeinderat sah, anders als die Vertreter der Badische Zeitung, in der Veranstaltung einen „vollen Erfolg“. Dies wurde durch Rückmeldungen der Gäste bestätigt.

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